Absichern einer Unfallstelle

Zu den wichtigsten Maßnahmen bei einem Verkehrsunfall gehört zweifelsohne das Absichern der jeweiligen Unfallstelle. Schlecht oder gar nicht gesicherte Unfallstellen können sehr leicht zu schwerwiegenderen Folgeunfällen führen. Es gilt die Regel „Eigenschutz geht vor“. Das heißt, dass vor dem Ergreifen etwaiger erster Hilfe Maßnahmen die Absicherung gewährleistet werden sollte. Hierbei sollte vor allen Dingen darauf geachtet werden, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Im Folgenden haben wir daher einige Tipps zur Absicherung einer Unfallstelle.

 

Allgemein:

  • Vermindern sie ihre Geschwindigkeit beim Anfahren an die Unfallstelle. Vermeiden sie es jedoch schlagartig abzubremsen.
  • Schalten Sie rechtzeitig die Warnblinkanlage ein.
  • Halten Sie einen angemessenen Abstand zur Unfallstelle ein (ca. 20 Meter).
  • Achten Sie darauf ihr Fahrzeug am rechten Fahrbahnrand abzustellen, um eventuell benötigten Rettungsfahrzeugen den notwendigen Platz freizuhalten.
  • Beim Verlassen des Fahrzeuges sollten Sie eine Warnweste tragen. Der Besitz dieser ist Pflicht!
  • Sollten Sie ihr Fahrzeug auf einer Autobahn oder Schnellstraße verlassen müssen, so tun Sie dies nach Möglichkeit zur verkehrsabgewandten Seite. Begeben Sie sich anschließend mit allen Insassen hinter die Leitplanke.
  • Nachts sollte das Licht des eigenen Fahrzeuges, falls möglich, zum Ausleuchten der Unfallstelle verwendet werden.

 

Aufstellen und Positionswahl des Warndreiecks:

Die Position des Warndreiecks, sowie die Art und Weise, in der es aufgestellt wird, sind für das Absichern einer Unfallstelle sehr wichtige Faktoren. Oftmals geschieht dies leider sehr unzweckmäßig. Daher haben wir nachfolgend nochmal die wichtigsten Punkte zu diesem Thema vereint:

  • Gehen Sie dem Verkehr am äußeren Fahrbahnrand mit aufgeklapptem Warndreieck entgegen. Bleiben Sie im Falle von Schnellstraßen und Autobahnen hierbei hinter der Leitplanke.
  • Nachdem Sie das Warndreieck ja bereits am Fahrzeug ausgeklappt haben, ist es zu empfehlen, die Verpackung auf dem Fahrersitz zu lagern. So werden Sie daran erinnert, sobald sie weiterfahren können.
  • Innerorts sollte der Abstand zur Unfallstelle mindestens 50 Meter, außerorts 100 Meter betragen. Auf Autobahnen ist sogar ein noch größerer Abstand empfehlenswert. Generell gilt, dass das Warndreieck lieber etwas weiter, als zu nah platziert werden sollte.
  • Das Warndreieck sollte stets VOR unübersichtlichen Stellen, wie zum Beispiel Kuppen oder Kurven, aufgestellt werden, um den Verkehr rechtzeitig warnen zu können.
  • Falls vorhanden eignet sich eine Warnleuchte vor allem Nachts als zusätzliches Hilfsmittel.

 

(Foto - Quelle: DPA)

Was tun, wenn von hinten Blaulicht kommt?

Für viele Verkehrsteilnehmer ist es alles andere als eine alltägliche Situation, wenn hinter ihnen ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und laufendem Horn auftaucht. Daher sind viele leider überfordert, wenn es darum geht die Fahrbahn schnell und effizient zu räumen. Oftmals resultieren daraus leider auch Behinderungen für die Einsatzkräfte. Nicht selten bringt manch ein Verkehrsteilnehmer sich selbst und andere sogar unnötig in Gefahr. Der Bayerische Rundfunk hat die Berufsfeuerwehr München eine Zeit lang begleitet, um ein Aufklärungsvideo zu erstellen, dass wir Ihnen an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten wollen.

Katastrophenprobealarm

Am 15. April steht der erste der zwei jährlich stattfindenden Katastrophenprobealarmen an. Gegen 11:00 Uhr ist dann ein einminütiger, schnell auf- und abschwellender Ton, der Sirene zu hören. Dieser Alarm warnt einerseits die Bevölkerung vor einer Gefahr und fordert außerdem alle auf, einen lokalen Radio - TV-Sender einzuschalten und den dortigen Anweisungen Folge zu leisten.

Der Alarm bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch die örtliche Feuerwehr ausrückt. Weiterhin bedeutet es auch nicht, dass ein atomarer Unfall vorgefallen ist, denn der Alarm kann auch aufgrund von Hochwasser, Waldbränden etc. ausgelöst werden.

Grundlagen zum Einsatz von Feuerlöschern

Feuerlöscher sind keine Pflicht in deutschen Haushalten. Dennoch ist es sehr sinnvoll einen oder mehrere zu besitzen. Durch die Möglichkeit einen Brand frühzeitig mit geeignetem Löschmittel zu bekämpfen, können viele Brände bereits in der Entstehungsphase gelöscht oder eingedämmt werden. Somit kann man bis zum Eintreffen der Feuerwehr gute Vorarbeit leisten. Im Folgenden sind wichtige Fakten zu Feuerlöschern und Hinweise zu deren Benutzung aufgeführt.


Jeder Feuerlöscher hat eine oder mehrere Brandklassen, die den Nutzer darüber informieren, welche Materialien damit gelöscht werden können. Bezeichnet sind diese mit Buchstaben von A bis F, mit der Ausnahme von E. Die Brandklassen stehen dabei für folgendes:


A: Festes Brandgut, wie zum Beispiel Holz.

B: Flüssiges Brandgut, wie zum Beispiel Benzin.

C: Gasförmiges Brandgut, wie zum Beispiel Propan.

D: Metallisches Brandgut, wie zum Beispiel Aluminium.

F: Brennendes Fett.


Wichtig, um die Funktionalität eines Feuerlöschers zu gewährleisten, ist dessen Prüfung. Jeder Löscher muss in regelmäßigem Abstand, meistens alle zwei Jahre, geprüft werden. Das genaue Datum einer anstehenden Prüfung kann der entsprechenden Plakette entnommen werden, ähnlich einer TÜV Plakette an Fahrzeugen.

Ebenfalls erhältlich sind Kfz-Feuerlöscher. Diese sind kleiner, meist im Bereich 0,5-2kg und werden in der Regel mit einer Halterung geliefert, um die sichere Verstauung im Fahrzeug zu gewährleisten. Selbst solche kleinen Feuerlöscher können im Ernstfall einen enormen Unterschied bewirken und haben bei Verkehrsunfällen auch schon Leben gerettet.


Anwendung

Worauf bei dem Benutzen eines Feuerlöschers explizit zu achten ist, haben wir im Folgenden stichpunktartig aufgeführt.

  • VOR der Brandbekämpfung die Feuerwehr alarmieren, selbst wenn ein erfolgreicher Löschangriff wahrscheinlich erscheint.
  • Falls möglich mit anderen Personen und mehreren Löschern an das Feuer herangehen.
  • Brände MIT der Windrichtung bekämpfen, um der Hitze und dem Brandrauch nicht ausgeliefert zu sein.
  • Eine niedrige Haltung einnehmen (zum Beispiel kniend), da die Hitze in Bodennähe weniger ist.
  • Brände von unten nach oben und von vorne nach hinten löschen. AUSNAHME: Nach unten tropfende, brennende Flüssigkeiten.
  • Bei CO2 Löschern ist die Raumgröße zu beachten, da Erstickungsgefahr droht. Wenn möglich sollte man es vermeiden diese überhaupt in geschlossenen Räumen einzusetzen.
  • Es sollte darauf geachtet werden, dass keine anderen Menschen oder Tiere getroffen werden, da einige Löschmittel (beispielsweise Pulver) negative gesundheitliche Auswirkungen erzielen können.
  • Eingesetzte Feuerlöscher sollten zur Füllung und Prüfung gebracht werden.

So wird eine Rettungsgasse gebildet!

Für viele Feuerwehren ist die Rettungsgasse mittlerweile leider zu einem leidigen Thema geworden. Für schnelle Hilfeleistung auf der Autobahn und mehrspurigen Bundesstraßen ist sie von größter Wichtigkeit, leider sind jedoch viele Autofahrer mit deren Aufbau nicht vertraut. Daher haben wir nachfolgend die zu beachtenden Punkte zusammengefasst.

Zunächst sollte eine Rettungsgasse schon gebildet werden, wenn sich ein Stau abzeichnet. Somit kann wertvolle Zeit eingespart werden, wenn sich die Einsatzfahrzeuge nähern. Die geschieht wie folgt:

Auf zweispurigen Straßen wird die Gasse in der Mitte gebildet, sprich die Fahrzeuge auf der linken Spur fahren an den äußerst linken Fahrbahnrand, die auf der rechten analog dazu nach rechts. Auffahrten sollten so freigehalten werden, dass die Einsatzkräfte problemlos in die Rettungsgasse einfahren können.

Auf Straßen mit mehr als zwei Spuren soll die Rettungsgasse zwischen der äußerst linken und den anderen Spuren gebildet werden. Dazu sollten die Fahrzeuge auf der linken Spur an den äußerst linken Fahrbahnrand fahren, während die Fahrzeuge auf den anderen Spuren nach rechts Platz machen sollten. Auch hierbei sind Auffahrten so freizuhalten, dass Einsatzfahrzeuge die Rettungsgasse befahren können.

Wichtig ist Darüber hinaus, dass die Rettungsgasse nicht geschlossen wird, sobald ein Fahrzeug diese durchfahren hat, da in der Regel weitere folgen werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man die Rettungsgasse einfach bis zur Auflösung des Staus bestehen lassen.

Eine graphische Anleitung dazu lässt sich zudem hier finden:

zur graphischen Anleitung

 

Wie setze ich einen Notruf ab?

Das richtige Absetzen eines Notrufes ist etwas, dass jeder können sollte. Die Erfahrung zeigt leider, dass dies nicht der Fall ist. Daher haben wir einmal zusammengestellt, worauf es ankommt.

Alles in allem ist es am wichtigsten, dass der Notruf überhaupt abgesetzt wird. Dabei ist es egal, ob zu einem Vorfall mehrere Anrufe in der Leitstelle eingehen. Im Ernstfall zählt jede Sekunde, deshalb sollte niemand davor zurückschrecken selbst die 112 zu wählen. Auf andere ist leider nicht immer Verlass. Generell zählt der Grundsatz, dass man lieber einmal öfter, als einmal zu wenig anrufen sollte. Vor einem Fehlalarm braucht man dabei keine Angst zu haben. Solange dieser nicht mutwillig ausgelöst wurde, wird einem kein Einsatz in Rechnung gestellt. Hat man nun den Notruf gewählt und ist dann mit dem Disponenten der Leitstelle verbunden, dann kommt es auf fünf Aussagen bzw. Fragen an:

1. Was ist passiert?

2. Wo ist es passiert?

3. Wie viele verletzte gibt es?

4. Welche Verletzungen liegen vor?

5. Warten auf Rückfragen.


Wenn man diese Grundsätze berücksichtigt, kann die Leitstelle schnell und effektiv alarmieren. Selbst wenn man sich unsicher ist, wird man am Telefon gut betreut. Daher ist es enorm wichtig überhaupt anzurufen und dann tatsächlich auch Rückfragen abzuwarten.

(Foto - Quelle: http://feuerwehr-wadersloh.de)

Rauchmelderpflicht in Bayern

Für alle Neubauten, die ab dem 01.01.2013 errichtet wurden und noch werden gilt bereits eine Rauchmelderpflicht. Diese sieht je einen Rauchmelder für jedes Kinder- bzw. Schlafzimmer vor. Des Weiteren muss jeder Flur, der mit einem Aufenthaltsraum verbunden ist über einen Melder verfügen.
Für Bestandsbauten liegt die Übergangsfrist beim 31.12.2017. Bis zu diesem Datum müssen Rauchmelder in den oben aufgeführten Örtlichkeiten vorhanden sein.

Hierbei gilt jedoch die Devise: Je früher, desto besser. Bei Wohnungsbränden in Deutschland sterben jährlich ca. 400 Menschen. 95% davon ersticken am Brandrauch, oftmals im Schlaf. Rauchmelder sind ein unkompliziertes und günstiges Mittel um genau dies zu verhindern, bzw. die Überlebenschancen durch frühzeitige Warnung zu erhöhen.

Daher empfehlen wir jedem, der noch keine Rauchmelder besitzt, die Anschaffung dieser. Es liegt in ihrem eigenen Interesse. 

(Foto - Quelle: http://www.rauchmelder-lebensretter.de/home/)

Warnwestenpflicht

Ab dem 01.07.2014 gilt in Deutschland eine allgemeine Warnwestenpflicht. Dies bedeutet, dass in jedem Fahrzeug, unabhängig von den mitfahrenden Personen, eine Warnweste vorhanden sein muss. Davon sind neben dem PKW auch alle anderen Kraftfahrzeuge, die im deutschen Verkehr zugelassen sind, betroffen, wie z.B. Motorräder, LKW, etc. Kann die Fahrerin/der Fahrer die Warnweste bei einer Kontrolle nicht vorweisen, droht diesem eine Geldstrafe.

Bitte denken Sie daran, dass Sie diese Warnweste immer mit sich führen. Nicht nur um einer Geldstrafe zu entgehen, sondern auch zur Steigerung der eigenen Sicherheit im Falle eines Unfalls. Es ist außerdem ratsam für alle Mitfahrer eine Warnweste mitzuführen, da alle Personen das Fahrzeug verlassen sollten, wenn Sie zum Beispiel liegen bleiben. 

(Foto - Quelle: DPA)

Rettungskarten für den PKW

Moderne Autos werden immer sicherer, jedoch kann das bei einem Unfall zum Problem werden. Die zusätzlichen Verstärkungen, das widerstandfähigere Material, und die kompakte Bauweise machen es Feuerwehren schwer eingeklemmte Personen aus ihren PKW zu retten. Deswegen wurden Rettungskarten entwickelt, die jeder Fahrzeughersteller zu deren Produkten erstellt. Diese Rettungskarten helfen den Feuerwehrkräften Angriffspunkte für schweres Rettungsgerät zu finden und wichtige Punkte, wie zum Beispiel den Sitz der Batterie, zu lokalisieren. Deswegen raten wir allen sich eine Rettungskarte zum eigenen Auto auszudrucken und diese unter der Sonnenblende zu verstauen. Dann können auch Sie bei einem Unfall schneller und sicherer gerettet werden. Sie können die passenden Rettungskarten auf der Website vom ADAC oder vom entsprechenden Autohersteller finden.


Flashover

In diesem Video sieht man einen Kirchenbrand in Schweden. Bei den Löscharbeiten kommt es zu einem Flashover, der in diesem Fall das ganze Dach anhebt. Hätte der Feuerwehrmann nicht seine komplette und passende Schutzausrüstung getragen, so hätte er wahrscheinlich schwere Verletzungen davongetragen und wäre nicht mehr aus eigener Kraft von der Drehleiter heruntergekommen.